SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Langenhorn, Fuhlsbüttel, Alsterdorf, Ohlsdorf und Groß Borstel

PM – Rot-Grüne Initiative – Hamburgs Schnellbus-Netz überprüfen

SPD-Bürgerschaftsfraktion Hamburg
Pressemitteilung
176 / 13. Oktober 2015

Rot-Grüne Initiative – Hamburgs Schnellbus-Netz überprüfen

Mit einer Initiative zum heutigen Verkehrsausschuss bringen die Fraktionen SPD und Grünen eine Überprüfung des Hamburger Schnellbus-Netzes auf den Weg (siehe Anlage). Unter anderem soll ermittelt werden, inwieweit die Schnellbusse auf den verschiedenen Linien ausgelastet sind und welche Nutzergruppen diese Verbindungen hauptsächlich in Anspruch nehmen.

Dazu Martina Koeppen, Fachsprecherin Verkehr der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Wenn wir mehr über die Nutzergruppen wissen – zum Beispiel Personen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind – dann können wir auch besser beurteilen, ob sich Alternativverbindungen anbieten oder ob die Schnellbusse beibehalten werden sollten. Wenn bestimmte Routen nur wenig ausgelastet, die Schnellbusse kaum schneller sind als andere und – ganz wichtig – es parallel barrierefreie Verbindungen gibt, kann es sinnvoller sein, Schnellbus-Linien ganz oder in Teilen in das MetroBus- oder das StadtBus-Netz zu integrieren. Dann würden auch die Fahrpreis-Zuschläge entfallen und andere Linien entlastet. Insofern sehen wir hier durchaus Möglichkeiten, das Busangebot insgesamt zu verbessern. Das wollen wir uns jetzt genauer anschauen.“

Dazu Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Schnellbuslinien gehören auf den Prüfstand. Durch die Ausweitung der angefahrenen Haltestellen sind die Busse meist nicht viel schneller. Und durch den barrierefreien Ausbau der Schnellbahnhaltestellen entfällt auch das Argument der Barrierefreiheit für die Schnellbuslinien. Viele Schnellbusse fahren in der Stadt parallel zu Metro- oder Stadtbus-Linien, der Metrobus ist voll, im Schnellbus sitzen dagegen oft nur wenige Fahrgäste. Die genauen Zahlen dazu soll der HVV nun ermitteln. Uns ist wichtig, dass es bei einer etwaigen Anpassung zu keiner Verschlechterung des Verkehrsangebotes insgesamt kommt. Es muss also geprüft werden, wie die Schnellbuslinien wirtschaftlich und verkehrlich am sinnvollsten in das bestehende Bus-Netz des HVV integriert werden können. Für die Fahrgäste hätte das Aufgehen der Schnellbuslinien im Gesamt-Busnetz einen positiven Effekt: Die Zuschläge würden auf diesen Streckenabschnitten entfallen.“

Claas Ricker
Pressesprecher

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Petitum_Schnellbusse.pdf